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	<title>Thomas Mertens</title>
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	<description>Fotografie und Reisen</description>
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  <title>Thomas Mertens</title>
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		<title>Tag 15</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 19:37:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Mertens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gorak Shep–Kala Pattar–Dingboche Gorak Shep–Kala Pattar Dieser Tag sollte uns auf den höchsten Punkt der Reise bringen. Kala Pattar, 5.550 m hoch. Am Abend vorher sagte uns Jens, dass ihn seine Kopfschmerzen an der Besteigung hinderten. Einmal mehr begann der &#8230; <a href="http://www.thomas-mertens.name/2011/tag-15/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Gorak Shep–Kala Pattar–Dingboche</h1>
<h2>Gorak Shep–Kala Pattar</h2>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-053916_8220.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-876" title="Morgendämmerung über Khumbu" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-053916_8220-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Dieser Tag sollte uns auf den höchsten Punkt der Reise bringen. Kala Pattar, 5.550 m hoch. Am Abend vorher sagte uns Jens, dass ihn seine Kopfschmerzen an der Besteigung hinderten.</p>
<p>Einmal mehr begann der Tag früh. Es war noch finster, als Tek und ich durch die Haustür gingen. Eines der Pferde stand quer vor dem Eingang. Schwarz wie es war, war es im Dunkeln kaum zu erkennen. <span id="more-862"></span>Nach dieser Überraschung ging es über den Boden eines ausgetrockneten Sees. Nach dem Seeboden führten Steigspuren nach oben.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-055253_8230.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-878" title="Schneefahnen am Gipfel" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-055253_8230-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Bei dieser Gelegenheit schaute Tek dramatisch ins Nirgendwo und bat mich um meinen Rucksack. Offenbar war er nicht an Einwänden und Diskussionen interessiert. Deshalb gab es von mir keine Widerworte oder Einwände, und ich war mein Gepäck los. Tek legte ein ordentliches Tempo vor. So schnell wie möglich, aber doch so langsam, dass ich nicht ins schnaufen kam. Schnell gewannen wir an Höhe. Offenbar waren wir die letzten der <q>Frühschicht</q>, keine Trekker gingen hinter uns, wohl aber war vor uns der Schein etlicher Stirnlampen auszumachen.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-060834_8242.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-880" title="20101002-060834_8242-thumbnail" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-060834_8242-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Ungefähr bei der Hälfte des Aufstiegs wurde der Hang flacher, das Gelände wirkte wie eine Terrasse. Es tat sich was am Himmel. Hinter dem Mt. Everest verfärbte sich der Himmel, und die Schneefahnen am Gipfel leuchteten im Gegenlicht rot auf. In den Tälern waren Wolken zu erkennen. Der Mt. Everest war ein großer, ungeschlachter Klotz. An der Ama Dablam war zu sehen, wie die Sonne wanderte.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-062554_8247.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-882" title="20101002-062554_8247-thumbnail" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-062554_8247-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Kurz vor dem Gipfel holten wir die anderen ein. Unmittelbar unter dem Gipfelblock warf jeder seinen Rucksack ab und schaute in die Runde. Nacheinander konnte jede Gruppe zum höchsten Punkt für das Gipfelfoto.</p>
<p>Mein eigenes Befinden war etwas zwiespältig. Ich vergaß mir die lange Unterhose anzuziehen und musste dafür büßen – es war kalt! Während des Aufstiegs wackelte ich bei jedem Schritt mit den Zehen, aber während der Rast fehlt eben die Anstrengung um Abwärme zu produzieren.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-071037_8259.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-886 Randspalte" title="20101002-071037_8259-thumbnail" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-071037_8259-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Immerhin hatte ich keine Kopfschmerzen und konnte das Panorama genießen. Einmal mehr blieb meine Auge an den vielen <q>kleineren</q> Bergen hängen. Der Mt. Everest, er war mir von Fotos bekannt, so viele Bücher hatte ich verschlungen, dass von der Aussichtsloge Kala Pattar nichts Neues zu entdecken war. In mir war die Freude über das erreichte Ziel und gleichzeitig auch die traurige Gewissheit, dass es von nun an nur bergab geht. Wegen der Kälte blieben wir nicht lange.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-075000_8263.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-888" title="20101002-075000_8263-thumbnail" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-075000_8263-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="331" /></a></p>
<p>Der Abstieg ging leicht und schnell dahin. In der Lodge gab es dann eine Überraschung: Tek hatte für unser Geburtstagskind Jens einen Kuchen bestellt und von Michael ein Geschenk mit bekommen. Mit der Wirtin ließen wir es uns schmecken, und Jens gefiel es sichtlich. Nach der Feier brachen wir dann auf, es ging talwärts.</p>
<h2>Gorak Shep–Dingboche</h2>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-112029_8289-Bearbeitet.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-900" title="Ama Dablam" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-112029_8289-Bearbeitet-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Auf einem Moränenhügel nutzten wir die letzte Möglichkeit, den unglaublichen Talschluss um den Khumbu Glacier noch einmal in uns aufzunehmen. Weiter unten, am Dughla Pass, verließen wir das vergletscherte Hochgebirge. Kurz drauf erlebten wir in einer Lodge, was sich in dieser Region während der Hochsaison abspielt. Es war unglaublich voll und der Einfachheit halber bestellten wir einheitlich Dal Bhat. Es sollte nicht kompliziert und langwierig werden.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-133343_8292.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-902" title="20101002-133343_8292-thumbnail" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101002-133343_8292-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Der Weiterweg nach Dingboche verlief über eine Terasse hoch über dem Talboden. Winzig klein lag Pheriche unter uns, wir konnten die Häuser und die Einfassungen der Äcker erkennen. Es kamen Wolken auf, ein böiger Wind wehte. Nach einer Geländekante sahen wir Dingboche und stiegen in den Ort ab. Nach den letzten Tagen kam man sich hier, trotz der 4.400 m Höhe, schon wieder wie im Tal vor. Lobuche und Gorak Shep waren durch die Höhe schon recht anstrengend, nun fühlte ich mich leicht und unbeschwert. Zeit, mal wieder zu duschen! Diese <q>Leichtigkeit</q> hielt bis zum Abendessen an. Dann sorgte ein sehr scharf gewürztes Essen – Tek sah mich nach Luft schnappen und wollte mir schon ein anderes Gericht bringen – und eine britische Reisegruppe für Abwechslung. Mit schierer Lautstärke und einem wohl immer passenden <q>f…cking great</q> drückten sie dem Abend ihren Stempel auf. Eine britische Familie verließ den Gastraum jedenfalls sobald das Essen eingenommen war.</p>
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		<title>Tag 14</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 21:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Mertens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lobuche–Everest Base Camp Lobuche–Gorak Sheep Der heutige Marsch brachte überraschende Eindrücke. Gleich zu Beginn überholte uns eine Gruppe Trekker im Eiltempo, um dann ein paar Ecken weiter ratlos stehen zu bleiben. Einer von ihren ließ sich mit zitternden Händen von &#8230; <a href="http://www.thomas-mertens.name/2011/tag-14/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Lobuche–Everest Base Camp</h1>
<h2>Lobuche–Gorak Sheep</h2>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101001-090829_8122.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-836" title="Aufstieg nach Gorak Shep" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101001-090829_8122-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Der heutige Marsch brachte überraschende Eindrücke. Gleich zu Beginn überholte uns eine Gruppe Trekker im Eiltempo, um dann ein paar Ecken weiter ratlos stehen zu  bleiben. Einer von ihren ließ sich mit zitternden Händen von seinem  Guide Diamox gegen die Höhenkrankheit geben. Kurz darauf kam eine junge  Frau gerade rechtzeitig zurück, als ihr Partner wieder bergab getragen  wurde. Dieses Stück Weg heißt nicht zu unrecht <q>Everest-Highway</q>,  die sanfte Steigung und die vielen Begleiter verführen zum Wettrennen  weit über den eigenen Möglichkeiten. Besser ist es sich an Spielregeln zu  halten:<span id="more-806"></span></p>
<ul>
<li>Geh langsamer als du kannst.</li>
<li>Verlege die Übernachtungshöhe nur um 400 Höhenmeter pro Nacht nach oben.</li>
<li>Gönne dir alle drei Tage mit Höhengewinn einen zusätzlichen Tag für die Anpassung.</li>
<li>Schlafe immer niedriger als die maximal erreichte Höhe.</li>
</ul>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101001-155248_8183.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-844" title="Zum Basecamp" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101001-155248_8183-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Stattdessen waren Jens und ich mit einer Gruppe junger Israelis unterwegs, überholten  uns immer wieder gegenseitig und bewunderten die Lawinen, die sich von  den Seracs der Nuptsewände lösten. Berührt hat mich der Blick über den  westlich des Mt. Everests gelegenen Passes Lho La nach Tibet hinein.  Vielleicht liest es sich komisch, ist aber so: Mir kam China immer unendlich  weit entfernt vor, jetzt stehe ich an der chinesischen Grenze. Wenig später tauchte Gorak Shep auf, was wir uns als Tagesziel vorgenommen hatten. Auf 5.140 m angelangt hatten wir Zeit für ein frühes Lunch und Nickerchen. <img src='http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  .</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101001-122019_8150.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-838" title="Mt. Everest in Sicht" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101001-122019_8150-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Die Höhe macht alles so anstrengend, sogar das Fotografieren – durch  den Sucher schauen, den Bildausschnitt festlegen, auslösen und dann nach  Luft schnappen, während das Brummen im Kopf abklingt. Wieviel Sauerstoff doch die grauen Zellen im Kopf einem abverlangen, wenn es an Luft fehlt!</p>
<h2>Gorak Shep–Everest Base Camp</h2>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101001-132047_8155.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-840" title="Basecamp Mt. Everest" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101001-132047_8155-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Der Nachmittag sah uns dann auf dem Weg zum Abenteuercamp. Es ging  die ganze Zeit über kleine Hügel durch die Moränenlandschaft. Leider  wurde Jens von so starken Kopfschmerzen gequält, dass er lieber  pausieren und nach Gorak Shep absteigen wollte. Irgendwann  erreichten Tek und ich das Basislager. Ich fühlte mich in einem Talkessel, der mit Übertreibungen nur so protzte. Angesichts der umstehenden Berge und  Eisbrüche war klar: Das Ziel ist erreicht. Es geht für Trekker nicht mehr weiter, sondern nur zurück.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101001-132755_8161.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-842" title="Basecamp Mt. Everest" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101001-132755_8161-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Es tat mir leid, dass Jens das geplante Ziel der Reise  nicht erreichen konnte. Andererseits, woher kommt ein Ziel? Stammt es aus  einem Reisekatalog oder aus eigenen Bedürfnissen? Und müssen die eigenen  Bedürfnisse immer gleich bleiben oder dürfen sie sich ändern?</p>
<p>Mit etwas Abstand weiß ich, was er verpasst hat: Nicht viel. Die  Landschaft war schon in Gorak Shep großartig, das war eh nicht zu  steigern. Es kam nur der Blick über den Bruch des Khumbu Glaciers hinzu.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101001-174254_8203.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-846" title="Nuptse" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101001-174254_8203-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Ich kann mich an Situationen in den Alpen erinnern, die mich ähnlich  bewegten wie das Basislager des Mt. Everest. Das Oberreintal bei  Garmisch Patenkirchen, als während eines Gewitters Wasserfälle durch die Rinnen  schossen. Oder der Gipfel des Großglockners an einem schönen Sommertag  nach einer Woche Schneefall. Die Intensität eines Erlebnisses hat eben  nichts mit der bloßen Höhe zu tun. Wichtig ist das Unterwegssein, die Anstrengung und ein bisschen Ungewissheit. Faszinierend war auf alle Fälle der  spitze Kegel des Pumori, auch die vielen kleinen Eistürme und Seen auf  dem Gletscher.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101001-174454_8209.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-848" title="Pumori" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20101001-174454_8209-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Toll war es mit Tek zusammen hier anzukommen und für die Fotos zu posen. Das hat Spaß gemacht!</p>
<p>Auf dem Rückweg nach Gorak Shep kam ich mir selber so unendlich  langsam vor, als ob ich alle anderen auf schmalen Wegen aufhalte. Wenn  ich mir dann über die Schulter schaute, erkannte ich, dass es den  anderen genauso ging. Dann konnte ich auch langsamer werden, noch  langsamer, und dann verschwand das Brummen im Kopf und die latente  Übelkeit.</p>
<p>Der Abend brachte unmittelbar vor dem Dinner ein Wolkenloch, gerade  rechtzeitig zum Sonnenuntergang. Ein Glücksfall, trotz des Wetters diese  Sicht für Minuten zu haben oder ein Riesenpech nicht am Nachmittag zum  Kala Pattar aufgestiegen zu sein? In Wirklichkeit vielleicht nur eine  Aufforderung, noch einmal hierher zu kommen!</p>
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		<title>Tag 13</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 13:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Mertens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nepal]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Ama Dablam]]></category>
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		<category><![CDATA[Chola Tsho]]></category>
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		<category><![CDATA[Yak]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dzonglha nach Lobuche. Neben dem gewaltigen Khumbu-Glacier in Richtung Mt.Everest Basislager. <a href="http://www.thomas-mertens.name/2011/tag-13/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Dzonglha–Lobuche</h1>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-071634_7980.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-811" title="Ama Dablam" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-071634_7980-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Mein Spaziergang während der Morgendämmerung brachte mir nur die Sicht auf Nebel ein. Schade, bei klarem Wetter wäre der Blick von der Lodge auf die Ama Dablam an der anderen Talseite ideal.</p>
<p>Immerhin verzog sich der Nebel nach dem Frühstück. Während Jogi unsere Packtaschen für den Transport richtete, konnten wir den Blick auf die Ama Dablam über den Wolkenresten genießen.<span id="more-794"></span></p>
<p>Bei dieser Lodge war das Plumpsklo nur durch einen Gang über die Wiese zu erreichen. In der Nacht hat eines der Yaks einen Haufen genau vor dem Eingang hinterlassen. Dieser Haufen wies am Morgen keine Stiefelspuren auf – es werden also nur die wenigsten Trekker in der Nacht für ihre Bedürfnisse so weit gegangen sein . <img src='http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-082532_7990.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-813" title="Yogi" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-082532_7990-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="331" /></a></p>
<p><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-082619_7991.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-815" title="Jens " src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-082619_7991-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="331" /></a> <a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-092547_8000.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-817" style="margin-left: 15px; margin-right: 0px;" title="Über dem Chola Tsho" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-092547_8000-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="331" /></a></p>
<p>Genuss stand heute wieder groß auf dem Programm, denn die Etappe nach Lobuche würde nicht lange dauern. Auf unserem Weg talaus blieben wir in etwa auf der gleichen Höhe. So sank der Talboden zu unseren Füßen immer tiefer. Wie auf einem Balkon wanderten wir dahin. Jogi fand zwischendurch Zeit, sich mit Trägern anderer Gruppen zu unterhalten. Überhaupt sind Träger untereinander sehr gesprächig und unterhalten sich immer interessiert über das woher und wohin. Die anderen Gruppen Trekker, die uns gestern überholten, waren auch heute wieder flotter als wir unterwegs. Jens und mir war es egal. Wir hatten ja alle Zeit der Welt zum Schauen.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-095610_8012.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-819" title="Arakam Tse" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-095610_8012-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Zuerst sahen wir uns den See Chola Tsho an. Der See wird durch die Seitenmoräne des Chola Glacier aufgestaut. Die Seitenmoräne ihrerseits wird durch die Eismassen des Gletschers stabilisiert. Wenn nun das Gletschereis zurückgeht, kann so ein See ausbrechen. Das ist eine ständige Bedrohung der Ortschaften unterhalb des Sees. Tatsächlich werden mehrere Seen im Himalaja regelmäßig auf diese Gefahr überprüft.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-111027_8022.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-821" title="Tek kurz vor Lobuche" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-111027_8022-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Wenn wir nach links bergauf schauten, sahen wir den Gipfel des Lobuche über uns. Ein wunderschöner, geschwungener Schneegrat zog nach oben über steile Wände – eine wunderschöne Eistorte!</p>
<p>Irgendwann bog der Pfad merklich links ab. Dann sahen wir endlich den großen Eisstrom des Khumbu Glaciers und an seinem Ende einen wunderschönen steilen Berg, den 7.165 m hohen Pumori. Auf der anderen Seite des Gletschers wurde der Mt. Everest noch vom Nuptse verborgen. Da war auf einmal das Gefühl da, dass diese Reise ihrem Höhepunkt entgegen geht. Aber zuerst waren die neue Eindrücke eine Rast wert, gefolgt von dem weiteren Weg nach Lobuche.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-143826_8060.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-823" title="Auf der Morände des Khumbu Glaciers" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-143826_8060-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Nach dem Lunch und einem Nickerchen auf dem Zimmer zog es mich hinaus zu einem Spaziergang auf die Seitenmoräne des Khumbu Glaciers. Wie tief der Gletscher vom Moränenkamm aus gesehen unter einem liegt! Auch dieser Eisstrom ist von Schutt bedeckt. Es gab kleine Seen zu bewundern, das Spiel der Wolken und das der Lichtflecken auf dem Geröll. Steinmänner und Gebetsfahnen sorgten für Atmosphäre. Einem Paar muss ich wohl komisch vorgekommen sein, wie ich so in der Gegend herum starrte. Engländer? Den kurzen Shorts nach zu urteilen, ja. Und tatsächlich, der Akzent war eindeutig. Australier, Engländer und US-Amerikaner waren so immer leicht zu unterscheiden.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-150019_8089.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-825" title="Monsunwolken" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100930-150019_8089-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Abends beim Dinner sprach Tek das Thema <q>Kala Pattar am Nachmittag</q> an. Wegen der regelmäßig aufziehenden Bewölkung sei eine Besteigung am Nachmittag sinnlos, also würden wir besser am Morgen zum Gipfel gehen. Dem musste ich zustimmen, die dichten Wolken an diesem Nachmittag hatte ich selber erlebt. Sicher nicht ideal, aber egal. Morgen steigen wir auf die Fußnägel des Mt. Everest! <img src='http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 755px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">
<pre>Ende eine</pre>
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		<title>Tag 12</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 20:14:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Mertens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dragnag–Cho La–Dzonglha In Nepal bedeutet La das, was in anderen Gebirgen Col, Pass oder Joch genannt wird. Die heutige Etappe sollte uns über den Cho La in das Nachbartal führen. Damit würde es nach gestern heute wieder auf über 5.000 &#8230; <a href="http://www.thomas-mertens.name/2011/tag-12/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Dragnag–Cho La–Dzonglha</h1>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-065342_7938.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-770" title="Schattenspiel" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-065342_7938-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>In Nepal bedeutet <q>La</q> das, was in anderen Gebirgen Col, Pass oder Joch genannt wird. Die heutige Etappe sollte uns über den Cho La in das Nachbartal führen. Damit würde es nach gestern heute wieder auf über 5.000 m Höhe gehen. Um genau zu sein, wird 5368 m als Passhöhe angegeben. Nach dem Verlauf des Vortages waren wir optimistisch, dass es keine Probleme mit der Höhe geben würde. Die Landkarte warnte allerdings vor schwierigen Bachquerungen, schlüpfrigen Pfaden und spaltigen Gletschern. Es versprach interessant zu werden …<span id="more-759"></span></p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-091818_7943.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-772" title="Gletscherübergang" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-091818_7943-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Damit wir im Laufe des Tages zumindest kein Problem mit der Zeit bekämen, brachen wir früh auf &#8211; schon wieder! Durch das schattige Tal gingen wir bergauf. Erst als die Sonne uns erreichte, verschnauften wir das erste Mal. Das spärliche Grün wirkte in der Morgensonne gelblich, es sah toll aus wie sich die Schatten zurückzogen und allmählich auch der Talgrund von der Sonne bestrahlt wurde. Auf einem ersten Hügel sahen wir dann unseren Pass. Es ging über Geröll und Schnee hinauf zur Passhöhe. Einige Steine schienen aus der Felswand weiter rechts gefallen zu sein, ihre Spuren waren noch im Schnee zu erkennen. Wie schön, dass es so kalt war – hoffentlich zu kalt für Steinschlag! Allerdings war das steile Schneefeld auch hart gefroren. Gut, dass sich eine solide Spur fand. In den Fußstapfen der Vorgänger stehend konnte man nicht rutschen oder umfallen.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-093007_7949.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-774" title="Auf dem Gletscher" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-093007_7949-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Im Aufstieg wurden wir von anderen Gruppen und deren Trägern eingeholt. Träger pfeifen auf dem Weg nach oben – die langsameren Touristen sollen bitte Platz machen. Mit 30 kg auf dem Rücken und Schlappen oder Joggingschuhen an den Füßen haben sie diese Rücksichtnahme verdient. Endlich war die Passhöhe erreicht. Wir kamen zu einer verdienten Rast in der Sonne. Im Anschluss setzten wir unseren Weg fort.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-100817_7959.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-776" title="Steiles Eis über flachem See" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-100817_7959-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Die Welt um uns bestand nur aus Hochgebirge. Der Blick in die tieferen Täler war uns verwehrt. Ein herrlicher Moment, so isoliert von den Niederungen der Welt zu sein!</p>
<p>Einige offene Gletscherspalten überwanden wir springend. In der Folge hielten wir uns am rechten Rand des Gletschers. An seinem Rand zwischen groben Blöcken ging es talwärts. Irgendwann hatten wir statt fließendem wieder festen Boden unter den Füßen. Kurz nach einem kleinen See rasteten wir bei einigen Steinmännern erneut und aßen unser Lunch-Paket. Es gab Brot und würzigen Yakkäse. Dazu genossen wir die tolle Aussicht auf Ama Dablam, Cholatse und Arakam Tse.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-155826_7965.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-778" title="Dzonglha" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-155826_7965-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-160940_7971.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-782" title="Wolkenloch" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-160940_7971-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a> <a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-162901_7978.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-784" style="margin-left: 15px; margin-right: 0px;" title="Tek im Gastraum" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-162901_7978-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Wenn man sich die winddichte Jacke anzieht, wird es in der Sonne angenehm warm. Zum Hinlegen und Augen schließen. So warm, dass sich ein Nickerchen von selbst ergibt. Nach einiger Zeit werden wir von Tek geweckt, der zum Aufbruch drängt. Yogi ist mit dem großen Gepäck schon weit voraus. Für mich wird das erste Stück des Abstieges eine Tortur. Ich rutsche ständig aus. Deshalb fühle ich mich unsicher, verlagere mein Gewicht in Richtung Berg und … rutsche wieder aus. Tek gefällt das so wenig, dass er mir meine Wanderstöcke weg nimmt. So kann ich mir nicht so sehr wehtun, wenn ich hinfalle. Das kurze Nickerchen war für mich gar nichts. Besser wäre es gewesen entweder gleich weiter zu gehen oder auszuschlafen. Weil letzteres wohl nicht machbar war, blieb nur Variante 1. Nun ja, hilft nichts, runter müssen wir und bald laufen wir wieder über flaches Almgelände.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-160102_7967.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-780" title="Heizmaterial" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100929-160102_7967-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="331" /></a></p>
<p>Kurz vor der Lodge passieren wir einen See. Leider ziehen wieder die üblichen Wolken auf und versperren die Sicht. Diese Sichtsperre bleibt uns leider den gesamten Nachmittag, wie auch zur Dämmerung, erhalten. Ich schleiche mich öfter nach draußen auf der Suche nach Fotolicht, finde aber nur kleine Lücken zwischen den Wolken.</p>
<p>So zieht ein Muster im Vordergrund den Blick auf sich: Yakkot, zu flachen Fladen gepresst, auf der Wiese zum Trocknen ausgelegt. Damit wird demnächst geheizt – der kühle Abend kommt bestimmt!</p>
<p>Mit der Hoffnung auf einen klaren Morgen und einen entspannten Tag beschließe ich den Abend.</p>
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		<title>Tag 10–11</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 18:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Mertens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nepal]]></category>
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		<description><![CDATA[Machermo–Gokyo–Dragnag Machermo–Gokyo Bisher habe ich mir immer eingeredet, dass wir in Nepal genauso unterwegs sind wie in den Alpen zuhause. Die Berge in Nepal sind höher, aber das Trekking selbst findet auf der gleichen Höhe statt wie eine Gipfeltour in &#8230; <a href="http://www.thomas-mertens.name/2011/tag-10%e2%80%9311/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Machermo–Gokyo–Dragnag</h1>
<h2>Machermo–Gokyo</h2>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100927-082348_7765.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-715" title="Cho Oyu udn Moräne des Ngozumba-Gletschers" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100927-082348_7765-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Bisher habe ich mir immer eingeredet, dass wir in Nepal genauso unterwegs sind wie in den Alpen zuhause. Die Berge in Nepal sind höher, aber das Trekking selbst findet auf der gleichen Höhe statt wie eine Gipfeltour in den Alpen.</p>
<p>Das wird sich nun ändern – Machermo liegt auf 4.470 m, Gokyo auf 4.790 m und der Gipfel Gokyo Ri auf 5.357 m. Da wollen wir hin …<span id="more-698"></span></p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100927-083135_7769.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-717" title="Phangga" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100927-083135_7769-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Es geht jetzt also richtig hinauf, und bei mir ist es vorbei mit dem <q>ich bin noch nicht beeindruckt</q>. Genau genommen bin ich nervös. Ich frage beim Frühstück Tek, ob ich irgendwie fiebrig wirke. Aber vielleicht mache ich mir auch nur einen Kopf um nichts? Er findet alles ganz easy und meinen Zustand unauffällig – nun, denn mal los. Nach dem Aufbruch passieren wir eine Stupa. Ab hier steht der Achttausender Cho Oyu vor uns. Wir laufen direkt drauf zu. Im Vordergrund ist die Moräne des Ngozumba-Gletschers zu sehen. Sie wirkt ungeheuer mächtig, wie eine gewaltige Übertreibung.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100927-094916_7797.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-719" title="Yak in Gokyo" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100927-094916_7797-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Wir passieren die Alm Phangga. Sie wirkt mit ihren wenigen Gebäuden so, als wäre hier noch nie ein Tourist vorbei gekommen. Das ist aber mit Sicherheit anders. Am Seitenrand des Tales, neben Bach und Moräne, steigt unser Pfad spürbar an. Es ist wieder an der Zeit, sich an die eigene Langsamkeit zu erinnern. Besser man tut es, bevor der Körper es einem durch Verweigerung anzeigt. Dann geht es gar nicht mehr weiter. Es wird einem schwindelig, geradezu schwarz vor Augen und der Kopf brummt. Träger und Guide schauen dazu mitleidig und bieten eine Rast an. Gerastet wird sowieso recht häufig. Und dazwischen suchen wir den Weg des geringsten Widerstandes.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100927-111203_7822.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-721" title="Gokyo See, Lodge und Cho Oyu" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100927-111203_7822-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Immerhin ist die Steigung bald überwunden. Dadurch öffnet sich der Blick auf die landschaftlichen Schönheiten des Tales. Zum einen weil wir weiter sehen können, zum anderen weil wir aufnahmefähiger sind und weil jetzt die wunderschönen Gokyo-Seeen besucht werden. Es muss ein sehr angeschlagener und dadurch fantasieloser Trekker gewesen sein, der die Benennung mit Gokyo Lake I–V einführte …</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100927-162220_7833.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-723" title="Gokyo-See" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100927-162220_7833-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Die Landschaft um die Seen regt jedenfalls zum Bau von Steinmännern an. Und die Gegend will auch bewundert werden. Sei es die ungeheure, grobschlächtig wirkende Masse des Co Oyu oder die steilen Eiswände von Kangtega und Thamserku. Zwischendurch kommen uns Yak-Karawanen entgegen. Ich bin jedes Mal von diesen halbwilden Rindern begeistert. Allmählich schiebt sich unser Ziel für morgen ins Blickfeld – der Gokyo Ri. Eigentlich ist es eine Schutthalde, nur mäßig steil und nicht weit weg von Gokyo. Aber angesichts meines Zustandes kam mir das gerade recht.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100927-163303_7842.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-725" title="Gokyo-See 2" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100927-163303_7842-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Endlich ist der dritte See erreicht. Wir rasten noch mal kurz und ich schiebe meine Schlappheit auf den Hunger. Sei es die Pause oder der verdrückte Müsliriegel, danach geht es wieder besser.</p>
<p>Die Lodge liegt am Seeufer auf 4.790 m. Dafür haben wir erst mal keine Augen. Es steht die Lunchpause und ein Mittagsschläfchen an.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100927-164518_7847.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-727" title="Die dunkle Seite der Landschaft" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100927-164518_7847-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Mir bleibt im Ohr hängen , dass wir noch einen Nachmittagsspaziergang machen wollen. Als ich wieder wach werde, mische ich Jens, Tek und Jogi auf. Der Gang war zwar nicht meine Idee gewesen, wird aber von mir am hartnäckigsten verfolgt. Immerhin leistet niemand echten Widerstand und alle gehen mit. Wir gehen ein Stück in Richtung Talschluss und steigen auf den Moränenkamm. Unter uns breitet sich der Ngzumba-Gletscher aus, eine riesige schuttbeladene Eisfläche mit kleinen Wogen darauf. Es zieht sich wieder zu, Wind kommt auf. Gelegentlich bricht die Sonne durch ein Wolkenloch. Jens reicht es für heute und geht mit den Tek und Jogi zurück. Ich bin noch mit der Kamera unterwegs und fotografiere.</p>
<p>Zwischendurch trete ich in einen oberflächlich trockenen Haufen Yakdung. Ich beschließe, dass mir damit ein großes Glück beschieden wurde. Am Seeufer wurde der Schuh gereinigt und alles war wieder gut. Gegessen wird früh, denn es soll morgen früh hinauf zum Gokyo Ri gehen. Mein erster Fünftausender!</p>
<h2>Gokyo Ri – 5.357 m</h2>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-061842_7855.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-729" title="Aufstieg am Morgen" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-061842_7855-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Überflüssig zu sagen, dass dieser Morgen wirklich ein früher Morgen war. Es war beabsichtigt, den Sonnenaufgang hoch am Berg zu erleben. Diese Ambitionen wurden durch ein zünftiges <q>Westalpenfrühstück</q> unterstrichen.</p>
<p>Viel geschlafen haben in dieser Nacht weder Jens noch ich. Entweder zu viel gedacht oder eben doch durch die Höhe geschädigt.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-073514_7878.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-731" title="Gipfelstunde" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-073514_7878-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Zuhause muss mir beim Packen ein echter Kurzschluss passiert sein. Um Gewicht zu sparen, ließ ich die Stirnlampe zuhause und war nur mit einem Winzling von Lampe unterwegs. Das sparte weder Gewicht (Yogi trug das große Gepäck), noch lieferte das Spielzeugteil nennenswert Licht. Konsequenterweise war ich die Lampe im Gastraum der Lodge los, als wir aufbrachen. Tek braucht kein Licht, als Guide sieht er sowieso alles. Und ich muss mit dieser Peinlichkeit eben fertig werden.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-073745_7881.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-733" title="Gebetsfahnen und Mt. Everest" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-073745_7881-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Gleich nach dem Start mussten wir den Bach über eine Reihe von Steinen überqueren. Delikat – nass, kalt und eisig. Sofort danach ging es dann den Berg hinauf. Dabei wurde uns rasch warm. Mein <q>Yak</q>-Schuh von gestern war etwas klamm, also bewegte ich vorsichtshalber die Zehen bei jedem Schritt.</p>
<p>Tek sorgte vorne für ein gleichmäßiges und langsames Tempo.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-074006_7883.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-735" title="Tiefblick" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-074006_7883-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Allmählich wurde es heller, und wir waren schon hoch oben als die Sonne uns erreichte. Ein wunderbarer Moment. Licht auf den Bergen, Schatten unter uns auf dem Gletscher, Nebel im tiefen Tal. Wir konnten auch schon die Gebetsfahnen am Gipfel sehen. Bis dahin ging ich davon aus, dass der Gipfel vor uns nur ein Vorgipfel ist, der von einem Grat zum eigentlichen Gipfel gefolgt wird. Allerdings belassen es alle beim Vorgipfel, und das ist sicher sinnvoll. Es hat auch so gereicht.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-074622_7890.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-737" title="Gipfeltanz" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-074622_7890-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Auf dem Gipfel waren wir alle erleichtert: Jens und ich waren es, denn wir waren oben und mussten nicht weiter. Tek und Jogi auch, denn mit dem ersten Fünftausender war uns ein schöner Teilerfolg beschieden und die anderen Ziele waren dadurch leichter machbar. Die beiden führten sogar ein Tänzchen auf dem Gipfel auf. Es war eine heitere Szene: Die Gebetsfahnen wehten im Wind, Gesang und Tanz. Und das mit 4 Achttausendern über gewaltigen Gletschern im Blickfeld. Zu deren Erhabenheit gesellten sich die steilen 6.000er der Khumburegion. Der Cho Oyu war einfach nur beeindruckend im morgendlichen Streiflicht, der Mt. Everest zeigte im Gegenlicht vor allem seine Kontur. Nach einer ausgiebigen Rast und den üblichen Fotos machten wir uns an den Abstieg. Bedingt durch die ganzen Unsicherheiten der letzten Tage war ich ziemlich erleichtert und fühlte mich prächtig. Das schrieb ich dann auch in einer E-Mail nach Hause.</p>
<h2>Ngozumba-Gletscher–Dragnag</h2>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-134659_7908.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-739" title="Gletscherquerung" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-134659_7908-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-143440_7929-Bearbeitet.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-745" title="Gletscher unter Schutt" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-143440_7929-Bearbeitet-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-141133_7926.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-743" style="margin-left: 15px; margin-right: 0px;" title="Guide auf dem Gletscher" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-141133_7926-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Der Nachmittag sah uns dann den gewaltigen Ngozumba-Gletscher queren. Beginn und Ende der Querung legten wir mit eingezogenem Kopf und erhöhtem Tempo zurück. Die Steinschlaggefahr unter den Seitenwänden der Moräne war nicht zu übersehen. Dazwischen waren wir wie auf dem Mond unterwegs. Die steinbedeckte Eiswüste wirkte, als hätten wir für eine Stunde die Erde verlassen.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-140229_7923.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-741" title="Träger auf dem Gletscher" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100928-140229_7923-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="220" /></a></p>
<p>In einem beständigen Auf und Ab ging es dahin. Gut, dass es eine leicht zu findende Trittspur gab.  Irdisch war allerdings das Geräusch der Steine, die von den Anhöhen in die kleinen Seen auf dem Eis fielen. Zum Glück hatten wir viel Zeit zum Schauen. Ich bat unsere beiden nepalesischen Begleiter, doch mal richtig große Steine in Bewegung zu versetzen. Diese Steine gäben viel schönere Fontänen. Die beiden verstanden das allerdings als Scherz …</p>
<p>Der Abend sah uns dann in einer der beiden Lodges von Dragnag. Auch dieser Lodgebesitzer präsentierte im Gastraum Fotos von seinen Erfolgen am Mt. Everest. Anscheinend ist eine Besteigung des Mt. Everest in Khumbu so normal wie eine des Montblanc in Chamonix. Ich beschloss den Tag mit einer komfortablen warmen Dusche und war rundherum zufrieden. Zum Fotografieren lag die Lodge ungünstig, die Sicht auf die Milchstraße am Sternenhimmel war allerdings fantastisch.</p>
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		<title>Tag 7–9</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Dec 2010 19:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Mertens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nepal]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[Dhole]]></category>
		<category><![CDATA[Khumbu]]></category>
		<category><![CDATA[Khumjung]]></category>
		<category><![CDATA[Machermo]]></category>
		<category><![CDATA[Trekking]]></category>

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		<description><![CDATA[Khumjung–Machermo Khumjung–Dhole Dieser Morgen sollte die Entscheidung bringen, wie es weitergeht. Die Reise sollte in jedem Fall weitergehen. Die offene Frage war, wie viele von uns dabei sein werden. Jedenfalls frühstückten wir in aller Ruhe zusammen. Bei dieser Gelegenheit sagte &#8230; <a href="http://www.thomas-mertens.name/2010/tag-7%e2%80%939/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Khumjung–Machermo</h1>
<h2>Khumjung–Dhole</h2>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100924-094116_7518.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-696" title="Stupa und Gebetsfahnen in Mong" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100924-094116_7518-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Dieser Morgen sollte die Entscheidung bringen, wie es weitergeht. Die Reise sollte in jedem Fall weitergehen. <span id="more-594"></span>Die offene Frage war, wie viele von uns dabei sein werden. Jedenfalls frühstückten wir in aller Ruhe zusammen. Bei dieser Gelegenheit sagte Michael, dass es ihm zwar schon viel besser gehe, er sich aber für einen Aufstieg noch zu schwach fühle. Stattdessen wolle er mit einem Träger nach Namche Bazar absteigen. Auf jeden Fall fühlte er sich so fit, dass sein Bruder Jens die Tour fortsetzen könne. Er käme mit allem schon selber klar.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100924-085350_7512.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-617" title="Jogi" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100924-085350_7512-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="331" /></a></p>
<p>Unser Guide Tek ließ Michael alle Optionen offen: Erholen in Namche Bazar, gefolgt von einem Trekking in tieferen Lagen oder gar einem Aufstieg bin in das Basislager des Mt.Everest. Oder alternativ ein Rückflug in die Landeshauptstadt Kathmandu, von dort wäre ein Trekking in den Vorbergen oder ein ausgiebiges Besichtigungsprogramm möglich. Sehr kulant, diese Flexibilität.</p>
<p>Nach dem Frühstück gingen wir dann getrennter Wege: Michael mit Träger Harry nach Namche Bazar, Jens und ich mit Tek und dem anderen Träger Jogi nach Dhole. Michael hätte ich gerne dabei gehabt, mit <q>so sorry to see you go</q> verabschiedete ich mich von  Harry. Auch unsere Wirtsleute waren sichtbar betroffen. Es wäre ihnen lieber gewesen, die Reisegruppe hätte sich nicht gerade in ihrer Lodge getrennt.</p>
<p>Als wir dann unterwegs waren, war ich dann doch erleichtert. Endlich wieder gehen, dem Ziel näher kommen! Und wie klar sich der Himmel an diesem Morgen zeigte!</p>
<p>Tek zeigte uns unterwegs einen wild lebenden (!) Pfau im Gebüsch.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100924-134931_7551.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-623" title="Wald" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100924-134931_7551-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Wir wollten in dem Flecken Mong pausieren, um Tee zu trinken. Als der Ort sichtbar war, meldete sich das Telefon … Harry berichtete Tek, dass Michael nicht mehr weiter gehen könne. Es müsse ein Hügel überwunden werden, aber Michael käme da nicht hinauf. Wenn man sich diesen Hügel ansieht, erscheint der Höhenunterschied als bedeutungslos gegenüber den Bergriesen in der Umgebung. Aber wenn man richtig krank und geschwächt ist, werden schon 100 Höhenmeter zu einem Ding der Unmöglichkeit. Jens war besorgt, wollte umkehren, aber das hielt Michael nicht für nötig. Tek wollte unbedingt seinen kranken Gast selber betreuen und lief zurück. Bei Michael angekommen, entschied er ihn mit einem Hubschrauber nach Kathmandu transportieren zu lassen.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100924-100735_7523-Bearbeitet.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-619" title="Ama Dablam zwischen Wolken" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100924-100735_7523-Bearbeitet-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Jedenfalls waren wir bei unserer Teepause doch angespannt. Gerade jetzt zeigte sich einer der schönsten Berge der Gegend, die Ama Dablam zwischen den Wolken.</p>
<p>Der weitere Weg führte uns dann wieder etwas bergab nach Phortse Thanga, eine idyllisch gelegene Lodge am Ufer in einem enger werdenden Tal. Ein wild anmutender Wald umgab uns. Hier trennen sich die Wege in das Gokyotal und zum Everest Basecamp voneinander. Deswegen waren auf dem folgenden Weg nach Dhole spürbar weniger Trekker unterwegs.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100924-132626_7548.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-621" title="Moschushirsch" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100924-132626_7548-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p id="firstHeading">Jogi mahnte uns <q>pole, pole</q> den Weg langsam anzugehen. Witzig  wie das Vokabular vom Kilimandscharo in Nepal auftaucht. Im Wald sahen wir dann einen Moschushirsch. Klasse, dass Jogi ihn entdeckte! Der Wald um uns wurde zunehmend lichter, der Bewuchs spärlicher. Später standen wir in offenem Almgelände, wobei es allerdings auch wieder nebelig wurde. Irgendwann erreichten wir Dhole. Toll es geschafft zu haben, für heute hat es gereicht. Ich gönne mir eine warme Dusche am Abend, etwas Luxus darf schon mal sein.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100924-144655_7556.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-625" title="Dhole" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100924-144655_7556-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Später erreichte Tek uns nach einem Eilaufstieg. Weil es für ihn auch das erste Trekking der Nachmonsunsaison war, spürte er die Höhe stärker als gewöhnlich und bekämpfte das Kopfbrummen mit einer Extraration Chili. Ob das Chili wirklich half oder die einsetzenden Magenbeschwerden lediglich stärker waren als die Höhenbeschwerden, weiß nur er oder Shiva.</p>
<h2>Dhole–Machermo</h2>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100925-073842_7568.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-632" title="Kangtenga und Thamserku" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100925-073842_7568-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Ein kühler Morgen begrüßte uns, jetzt sahen wir auch wo wir waren. Schön, wenn das Wetter dann doch mal richtig aufklart. Willkommen im eigentlichen Gebirge!</p>
<p>Der klare Blick zurück zum Kangtega und Thamserku über das etwas dunstige Phortse hinweg war grandios. Da schmeckt der Pfannekuchen zum Frühstück nochmal so gut.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100925-072854_7557.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-630" title="Almhütte" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100925-072854_7557-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Der Aufstieg nach Machermo war kurz. Wir ließen uns mit dem Aufbruch und unterwegs Zeit. Der Weg stieg recht sanft an und nutzt die Gegebenheiten geschickt aus, um steiles Gelände zu vermeiden.</p>
<p>Neben den steilen eisigen Bergen gab es auch immer wieder Einblicke in die Almwirtschaft. Die Almhütten ducken sich niedrig auf den wenigen ebenen Flächen. Wo kein Geld durch den Tourismus hinkommt, werden die Decken niedriger und der Kamin fehlt.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100925-130925_7598.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-634" title="Wie hoch sind wir?" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100925-130925_7598-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="220" /></a></p>
<p>Irgendwann hatte uns der Nebel wieder eingeholt und Jens Höhenmesser wurde zum Orientierunganker. Wenn man so gar nicht sieht woher man kommt und wohin man geht, wird die Anzeige des Geräts ein Haltepunkt – <q>kuck mal, schon wieder 50 Höhenmeter</q>. Noch ein paar Kurven und wir erreichten Machermo. Gerade noch rechtzeitig, bevor sich die Frage stellte ob wir mit Erschöpfung der Höhe zu kämpfen hatten. Der Tourist lernt wo er kann von Trägern und Yaks. Wo die ihre Füße hinstellen, da soll es der Gast auch tun! Wie viele versteckte kleine Stufen es in einer Treppe geben kann, hat uns Jogi in diesen Tagen immer wieder gezeigt.</p>
<h2>Rasttag</h2>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100926-054429_7628-Bearbeitet-2.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-638" title="Cho Oyu" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100926-054429_7628-Bearbeitet-2-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Ich stellte mir am Vorabend den Wecker auf 4<sup>30</sup> Uhr. Die Berge wie Kangtega und Thamserku sollten von hier im Morgengrauen interessant aussehen, hoffte ich. So stapfte ich denn über Wiesen mit Raureif zu einer Anhöhe, hielt unter Gebetsfahnen neben einer Maniwall an und schaute in die Runde. Über Kangtega und Thamserku im Süden standen noch Sterne, die das Tal seitlich begrenzenden Berge waren dunkel. Im Talschluss stand eine ungeheure Masse Berg, viel höher als alle anderen. Langsam wurde es an dem flachen Gipfel des Berges heller, das Licht floss förmlich den Berg hinab. Seine Konturen wurden sichtbar. Das schuf Klarheit … ich sah den Cho Oyu, mit  8.188 Metern Höhe der sechsthöchste Berg der Erde. Ein wunderbarer Anblick. Der Name bedeutet wohl Göttin des Türkis. Das göttliche Haupt war im Sonnenlicht hell und orange, die Gletscher im Tal dagegen blau und dunkel.  Und im Vordergrund bewegten sich Gebetsfahnen sanft im Wind. Später wurden auch die schroffen Felsberge in der Nähe von Machermo von der Sonne beschienen.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100926-083717_7682.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-640" title="Aufstieg" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100926-083717_7682-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Der Tag sah uns nach dem Frühstück einen Gras und  Schotterhang aufsteigen, wodurch wir uns schon mal an die dünnere Luft weiter oben anpassen wollten. Alle drei Tage legten wir am Anfang des Trekkings einen Rasttag ein, bei dem die Schlafhöhe nicht geändert wurde.</p>
<p>Es liest sich bestimmt so, als wären wir auf einer Rahabilitationstour. Dabei war es ziemlich anstrengend, von Tag zu Tag mehr. Wer sich überanstrengt, bekam sofort die gelbe Karte. Einmal eine Steilstufe zu flott gegangen, und es wurde mir schwarz vor Augen und der Schädel brummte.</p>
<p>Für Tek und Jogi war es quasi ein Tag ohne Belastung, Jens und ich trugen immer nur Tagesgepäck.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100926-093931_7697.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-642" title="Der Mt. Everest zeigt sich im Hintergrund" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100926-093931_7697-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Während des Aufstieges wurde beim Blick über die Schulter ein bekannter Gipfel sichtbar, der Berg mit einem markanten Step zwischen Haupt- und Südgipfel eben der Mt. Everest. <q>A very special mountain</q>, meinte ich zu Tek. Der Tag brachte unser bisher höchstes Nickerchen zur Mittagszeit, knapp unter 5.000 m. Anschließend ging es zurück zur Lodge in Machermo, Tee trinken und ausruhen.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100926-114301_7731.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-644" title="Gebetsfahnen" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100926-114301_7731-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="331" /></a></p>
<p>Unter wehenden Gebetsfahnen blieb ich noch einen Moment stehen. Es war ein unglaublich intensiver Augenblick. Die Eisgipfel um mich strahlten gleißend, über mir spannte sich ein klarer blauer Himmel, die bunten Gebetsfahnen knatterten im frischen Wind. Alle Winde Asiens zogen an mir, und wenn Gebetsfahnen wirklich das Mantra Om mani padme hum für das Glück aller Wesen mit dem Wind in die Welt hinaustragen, so werden sie es in diesem Moment wirklich getan haben.</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 1254px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">
<pre>zu lassen</pre>
</div>
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		<title>Tag 4–6</title>
		<link>http://www.thomas-mertens.name/2010/tag-4%e2%80%936/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 21:31:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Mertens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nepal]]></category>
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		<category><![CDATA[Namche Bazar]]></category>
		<category><![CDATA[Trekking]]></category>

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		<description><![CDATA[Namche Bazar–Khumjung Rasttag Drei ganze Tage für dieses kurze Stück Weg scheinen hoch gegriffen. Auch wenn ein Tag davon ein geplanter Rasttag war. Man kann sich also denken, dass es anders kam als geplant … Der junge Tag sah uns &#8230; <a href="http://www.thomas-mertens.name/2010/tag-4%e2%80%936/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Namche Bazar–Khumjung</h1>
<h2>Rasttag</h2>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100921-093739_7162.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-560" title="Namche Bazar" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100921-093739_7162-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Drei ganze Tage für dieses kurze Stück Weg scheinen hoch gegriffen. Auch wenn ein Tag davon ein geplanter Rasttag war. Man kann sich also denken, dass es anders kam als geplant …<span id="more-548"></span></p>
<p>Der junge Tag sah uns bergauf steigend. Es ging durch die Einkaufsstraße von Namche Bazar (kein Problem, falls Windstopper oder Daunenjacke vergessen worden sind – hier gibt es alles!). Wir kamen an einer Grundschule vorbei, die in diesem Land erst um 10.00 Uhr beginnt und rasteten neben einem Armeeposten.</p>
<p>Ich fragte unseren Guide Tek, was denn hier die Armee zu tun hat. Tek antwortete mir, dass die Armee die Verwaltung des Nationalpark unterstütze. Ich muss wohl zweifelnd geschaut haben. Oder aber Tek erinnerte sich an unser Gespräch vom Vorabend. Wir unterhielten uns über den Einfluss des Tourismus auf die Lebensweise der Einheimischen. Eingangs erzählte ich von den Änderungen in der Lebenswelt der Alpenbewohner durch den Tourismus. Und wie Schuhplattler und Balkongeranien zum Inbegriff alpenländischer Tradition wurden. Darauf sprach Tek über den Wandel in der Region Khumbu, den der Tourismus bringt: Es gibt neue Steinhäuser mit mehreren Geschossen und Kamin. Die Kinder gehen zur Schule, aber wer außerhalb des Tourismus steht, kann die gestiegenen Preise nicht zahlen. Wie Versicherungen gegen Unfall und für Altersrenten die strengen Familienbindungen lockern. Wie eben auch die überall wehenden Gebetsfahnen, die für Touristen angebracht werden. Eine Entwicklung, die die Identität der Einwohner beeinflusst.</p>
<p>Jedenfalls sprach Tek dann von den tibetischen Flüchtlingen in Nepal, die im Falle von Unruhen in Tibet durch die Armee von Grenzübertritten abgehalten werden sollen. Und von denen, die nach einem Marktbesuch in Namche Bazar wieder über die Grenze nach China zurückgeschickt werden. Die Welt ist eben nicht heil, und der Staat Nepal meint eben sehr höflich zu seinem großen Nachbarn sein zu müssen.</p>
<p class="Randspalte"><a href="../wp-content/uploads/20100921-104823_7173.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img title="Everest View point" src="../wp-content/uploads/20100921-104823_7173-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Wanderten wir bislang unter einem wolkigen Himmel, machte es nun förmlich zu. Wir befanden uns in einer Waschküche. Immerhin konnten wir die blühenden  Almwiesen konzentrierter bestaunen. Das änderte sich auch nicht am Everest View Point. Tek war es sichtbar peinlich, dass wir die Schautafel mit den Erklärungen sehen konnten, aber keinen einzigen Berg. Seine Gäste fanden es nicht weiter tragisch, irgendwann würde sich das Wetter schon bessern. Schließlich hatten wir drei Wochen Zeit.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100921-150549_7178.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-564" title="Fußball" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100921-150549_7178-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Im Everest Hotel nahmen wir unseren Lunch ein, Michael fotografierte dabei die Fotos an den Wänden. Auch eine Methode, das Wetter zu bewältigen. Immerhin kamen so die ersten Bergfotos der Reise zustande. Nach unserer Rast stiegen wir wieder nach Namche Bazar ab und schauten uns in den Gassen des Ortes um. Mir hatten es die Kinder am Fußballplatz, die Handwerker auf den Baustellen und das Internet-Cafe angetan. Es gibt Touristen, die sich über den Baustellenlärm beschweren. Mich interessiert der Wandel. Vor allem die Art und Weise, wie rasend schnell sich Mobiltelefone, Computer und Internet im Land verbreiten.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100921-150908_7188.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-566" title="Give me sweet!" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100921-150908_7188-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="220" /></a></p>
<p>Am Abend trafen wir im Gastraum der Lodge eine Gruppe von Ärzten, die für die <a href="http://ippg.net/">International Porter Protection Group (IPPG)</a> im <a href="http://ippg.net/machermo-porter-shelter-rescue-post/">Krankenhaus in Machermo</a> arbeiten werden. Wir lernten auch, wie mit Höhenproblemen umgegangen wird: Flott eine Diamox einwerfen und gut ist das. Die Kopfschmerzen sind bald weg, es fragt sich nur warum – wird das Symptom maskiert oder ist die Höhenanpassung mittlerweile besser?</p>
<p><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100921-160256_7240.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-568" title="Steinproduktion" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100921-160256_7240-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a> <a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100921-164908_7268.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-570" style="margin-left: 15px; margin-right: 0px;" title="Internet Cafe in Namche Bazar" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100921-164908_7268-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<h2>Aufstieg nach Khumjung</h2>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100922-104253_7277.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-572" title="Handel zwischen China und Nepal" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100922-104253_7277-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Begann der Vortag noch mit heiteren Abschnitten, steckten wir diesmal von Anfang an im dichten Gewölk. Es wurde dunkler und begann in der Folge zu regnen. Unterwegs beobachteten wir einen Händler, der Sportschuhe und Kleidung aus China anbot. 30 € für einen No-Name-Schuh, an Selbstbewusstsein mangelte es dem Händler sicher nicht!</p>
<p>Wir passierten unseren ersten kleinen Pass und stiegen nach Khumjung ab. Über schmale Pfade zwischen Kartoffeläckern erreichten wir unsere Lodge. Durch die Höhe und den Nieselregen war es spürbar kühler als unten im Tal.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100922-153241_7320.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-574" title="Khumjung" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100922-153241_7320-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="220" /></a></p>
<p>In meinem Zimmer passierte mir dann ein Malheur, ich riss die Lampe von der niedrigen Decke. Das war kein Problem, flugs wurde Ersatz beschafft und alles war wieder gut. Im Gastraum fiel mir auf, das unser Wirt einem Gipfelsieger auf den Fotos vom Mt. Everest so ähnlich sah … und ja, vor einigen Jahren war er als Climbing Sherpa unterwegs an den Bergen der Region: Cho Oyu, Ama Dablam und Mt. Everest. Irgendwann überzeugten ihn dann Frau und Töchter, dass ein Leben als Wirt auch einträglich sein kann. Zudem ist das Risiko an den großen Bergen eben nicht zu leugnen.</p>
<p><q>So, einem echten Everest-Summiter die Lampe zerhauen – jetzt wissen die in Khumjung also auch wie das mit mir ist</q>, denke ich mir. An diesem Tag besuchten wir noch das Kloster des Ortes mit einem Yeti-Skalp.</p>
<h2>Ungewißheit</h2>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100923-091544_7365.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-576" title="Träger mit Kartoffeln vom Acker" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100923-091544_7365-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Der nächste Morgen begann hektisch. Im Nebenzimmer bei Jens und Michael gab es ein Problem: Michael war über Nacht erkrankt, litt an Durchfall, er fühlte sich schwach. Glücklicherweise gab es im Nachbarort Khunde ein Krankenhaus. Also lud einer der Träger ohne mit der Wimper zu zucken sich Michael auf den Rücken und marschierte los. Man könnte es auch rennen nennen … Sein Bruder begleitete ihn, konnte dieses Tempo nur für 500 Meter halten und kehrte um. Während Michael im Krankenhaus versorgt wurde, frühstückten wir.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100923-115807_7477.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-578" title="Kricket" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100923-115807_7477-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="220" /></a></p>
<p>Für Tek gab es jetzt einiges zu tun: Ein kranker Gast, der Zeitplan wackelte, was wollen die anderen? Er ließ mir die Wahl die Tour mit einem Träger als Begleitung fortzusetzen, er müsse jedoch bei dem Kranken bleiben. Jens interessierte sich verständlicherweise vor allem für seinen Bruder und war bereit notfalls die Reise abzubrechen. Mich riss es ziemlich hin und her. Natürlich wollte ich die Tour fortsetzen, aber gerne mit den anderen beiden. Hoffentlich wird Michael wieder fit. Dann die ganze Zeit mit einem Träger und einem Tag Vorsprung vor den anderen her zu laufen erschien mir sinnlos – ich hätte irgendwann sowieso gewartet, warum nicht jetzt? Wenn Michael aber die Reise nicht fortsetzen kann, wie entscheidet sich Jens?</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100923-120400_7494.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-580" title="Kartoffelernte" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100923-120400_7494-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Und so war der Rasttag beschlossen. Michael kam wieder, die Ärzte diagnostizierten Durchfall und schlossen eine Höhenkrankheit aus. Er wollte sich ausruhen, Jens blieb bei ihm. Ich ging im Ort spazieren, sah ein Kricketspiel, beobachtete die Feldarbeit, unterhielt mich mit Bauern und Trägern. Am Abend stand fest, dass der nächste Tag wieder ein Trekkingtag werden wird.</p>
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		<title>Tag 3</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 19:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Mertens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Phakding–Namche Bazar Der neue Morgen ist der erste Morgen auf dem Trek. Es ist Zeit sich an den neuen Ablauf zu gewöhnen. Denn wir wollen ja heute hinauf nach Namche Bazar – in der Landessprache übrigens नाम्चे बजार – auf &#8230; <a href="http://www.thomas-mertens.name/2010/tag-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Phakding–Namche Bazar</h1>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-075506_7108.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-502" title="Aufbruch" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-075506_7108-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Der neue Morgen ist der erste Morgen auf dem Trek. Es ist Zeit sich an den neuen Ablauf zu gewöhnen. Denn wir wollen ja heute hinauf nach Namche Bazar – in der Landessprache übrigens नाम्चे बजार – auf über 3.400 m. Aber der Reihe nach, wir sind im Urlaub und nicht auf der Flucht. Jedenfalls fühle ich mich heute schon viel besser als gestern. Die lange Nacht hat gut getan.<span id="more-493"></span></p>
<p>Das Frühstück bietet uns einen neuen Einblick in das landesübliche Essen. Tibetian Bread, Pfannkuchen in Variationen und Chapati sind ständig wiederkehrende Größen. Einfach und unkompliziert, ich kann mich damit gut arrangieren. Wir haben es auch nicht sonderlich eilig und können uns in aller Ruhe für den Tag fertig machen.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-084540_7123.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-506" title="Unterwegs neben dem Fluss Dudh Koshi" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-084540_7123-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="331" /></a></p>
<p>Vor der Lodge begrüßt uns eine angenehm kühle Luft und ein blauer Himmel. Die Sonne selbst erreicht uns noch nicht, dazu ist das Tal zu tief eingeschnitten.</p>
<p>Während der ersten Stunden der heutigen Etappe fühle ich mich beim Blick nach oben wie in den Alpen, als würde ich irgendein Tal in den Zentralalpen hinauf wandern. Senke ich den Blick zeigt mir die Vegetation, dass ich nicht in Europa bin.</p>
<p>Zwischendurch habe ich den Eindruck, durch ein einziges lang gestrecktes Dorf zu gehen. Stupas, Manimauern und Gebetsfahnen sind überall zu finden. Wir können auch öfter Gebetsmühlen drehen, das Om mani padme hum oder ॐ मणिपद्मे हूँ ist allgegenwärtig.</p>
<p>Und was hier nicht alles in Mengen transportiert wird! Alles auf dem Rücken von Trägern oder den einheimischen Rindern, den Zpokios. Denn das ganze Gebiet ist eine Fußgängerzone, den Autos fehlt die Straße.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-103259_7138.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-510" title="Erntezeit" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-103259_7138-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="220" /></a></p>
<p>Vom Alltagsleben gibt es einiges zusehen, viel spielt sich vor dem Haus ab. Sei es die Wäsche oder die Körperpflege. Es ist Herbst, Erntezeit. Viele tragen Heu oder frische Kartoffeln direkt vom Acker. Um die Mittagszeit erreichen wir den Eingang des Sagarmatha-Nationalparks, unser Guide Tek checkt uns ein. Nach einem kurzen Aufenthalt geht es weiter. In Jorsale lassen wir uns in einer Lodge zum Lunch nieder.</p>
<p>Während des Tages lernen wir alle uns besser kennen. Langsam wächst eine Reisegemeinschaft zusammen. Bei den Mahlzeiten sieht es dagegen so aus, das Tek und die Träger Jogi und Harry uns das Essen bringen und dann in der Küche speisen. Einerseits empfinden wir das als Distanz, andererseits gönnen wir ihnen auch etwas Abstand und Abwechslung.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-130404_7143.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-514" title="Viehtrek" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-130404_7143-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-131909_7145.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-516" title="Hillary-Bridge" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-131909_7145-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a> <a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-132112_7146.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-518" style="margin-left: 15px; margin-right: 0px;" title="Hillary-Bridge" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-132112_7146-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Wir wechseln noch einige Male die Flussseite, und es geht ununterbrochen neben dem Fluss hinauf oder runter. Irgendwann, als der rauschende Dudh Koshi (कोशी नदी) links lag, taucht sie auf: die Hillary-Bridge. Das Tal verengt sich an dieser Stelle zu einer Schlucht. Hoch über dem Wasser überqueren wir den Fluss auf einer Hängebrücke. Es schaukelt etwas, und Gebetsfahnen wehen im Wind. Auf der anderen Flussseite stehen wir in einem Stau: Es geht sogleich eine wirklich steile Treppe mit schmalen Stufen bergab, und die Viehtreiber haben Mühe ihre Rinder anzutreiben. Es beginnt hier das steilste Stück Weg des Tages. Wir können den Viehtrek nicht überholen. An einer Kurve wäre normalerweise das erste Mal Gelegenheit den Mt. Everest zu sehen, doch die sich im Tagesgang verdichtenden Wolken verhindern das.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-143616_7148.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-520" title="Träger beim Aufstieg" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-143616_7148-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="331" /></a></p>
<p>Statt dessen stoßen wir auf Trekkergruppen aus aller Herren Länder. Ein großer Pulk geht nach oben, pausiert und überholt sich immer wieder gegenseitig. Ich möchte rennen vor Begeisterung, mir sind aber die Folgen klar: Rasch würde sich Atemlosigkeit einstellen,  mein Körper müsste sich oft erholen und käme nicht dazu sich an die Höhe anzupassen.</p>
<p>Das die Träger mit 25–30 kg Gepäck an den Touristen vorbeiziehen, versteht sich von selbst.</p>
<p>Leider wird eine junge Engländerin von Asthmaanfällen geplagt. Wer mit dem Begriff pfeifende Atemgeräusche nichts anzufangen wusste, lernt sie jetzt kennen. Glücklicherweise kennen einige ihrer Mitreisenden das wohl schon, sie können sich um sie kümmern und sie beruhigen.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-154429_7150.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-522" title="Stupa in Namche Bazar" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-154429_7150-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Noch ein paar Wegkurven und dann öffnet sich vor uns der Talkessel von Namche Bazar. Ich bin wirklich überrascht. Ich kenne Bilder aus dem Ort, da dominierten braune Töne, die Häuser waren höchstens zweistöckig. Inzwischen wird höher gebaut, und wo möglich wird die Farbe Blau für Fensterrahmen oder Dächer verwendet. Und es wird weiterhin gebaut – der Baustellenlärm ist unüberhörbar. Das soll keine Beschwerde sein – gebaut wird, weil so viel Gäste kommen! Wir werden in einem Hotel untergebracht, es gibt sogar Duschen und WCs auf dem Zimmer, Trekking-Luxus pur. Die Pause bis zum Essen nutze ich, um eine E-Mail aus dem Internetcafe nach Hause zu senden.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-154955_7154.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-524" title="Der halboffene Talkessel von Namche Bazar" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100920-154955_7154-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="331" /></a></p>
<p>Wir planen beim Essen das Programm für den folgenden Tag. Fest steht, dass wir eine zweite Nacht in Namche Bazar bleiben werden. Die Zeit soll genutzt werden, einen Reiz für eine verbesserte Höhenanpassung zu setzen und die Umgebung kennen zu lernen. Das offizielle Programm sieht eine eine Wanderung nach Thame vor. Das wäre allerdings ein langer Tag, und der Höhengewinn beginnt erst kurz vor Thame. Am Ende kehren wir wegen des unsicheren Wetters kurz vor Thame um und spüren gar keine dünnere Luft. Ich schlage vor, statt dessen zum Everest View Hotel zu gehen. Das bringt den gleichen Höhengewinn, dauert allerdings nicht so lang. Jens und Michael ist es recht, Tek ist einverstanden und ich bin zufrieden.</p>
<p>Und wirklich lang wurde der anschließende Abend auch nicht.</p>
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		<title>Tag 2</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 13:08:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Mertens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nepal]]></category>
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		<category><![CDATA[Asien]]></category>
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		<description><![CDATA[Inlandsflug und Trekking Lukla–Phakding Wir gingen am Vorabend früh zu Bett. Denn wir wollten richtig früh los, um einen der ersten Flieger nach Lukla zu erwischen. Also stand der Wecker auf 5 Uhr und bekam Verstärkung durch den Wakeup-Call eines &#8230; <a href="http://www.thomas-mertens.name/2010/tag-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Inlandsflug und Trekking Lukla–Phakding</h1>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-062957_7010.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-442" title="Abflughalle in Kathmandu" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-062957_7010-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Wir gingen am Vorabend früh zu Bett. Denn wir wollten richtig früh los, um einen der ersten Flieger nach Lukla zu erwischen. Also stand der Wecker auf 5 Uhr und bekam Verstärkung durch den Wakeup-Call eines freundlichen Hotelbediensteten. Das erschien uns zwar am Vorabend nicht nötig, wurde aber dann geflissentlich ignoriert.<span id="more-434"></span></p>
<p>Das Frühstückbuffet war reich, aber etwas eigenwillig gedeckt. Und um 6 Uhr saßen wir dann im Mini-Bus.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-074454_7034.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-444" title="Gruppenbild" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-074454_7034-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Zum zweiten Mal waren wir von den Besonderheiten des Straßenverkehrs beeindruckt. Es herrscht Linksverkehr (meistens), aber überholt wird trotzdem auf beiden Seiten. Radfahrer trauen sich auf die Überholspur, Jogger ziehen auf der Fahrbahn ihre Wege und wer eine Hupe hat, benutzt sie. Im Morgendunst sieht die Stadt mit ihrer eigenwilligen Maxime <q>jeder tut alles überall</q> unglaublich schön und anders aus als alles was ich bisher gesehen habe.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-075807_7037.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-446" title="Rollfeld" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-075807_7037-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Der Flug nach Lukla machte jeden von uns besorgt. Zu spektakulär ist die Lage, zu frisch noch die Berichte über Unglücksfälle in der letzten Zeit. Zuhause konnte ich mich mit statistischen Tricks und Ausreden beruhigen, damit ist es jetzt vorbei. Im Abflugbereich für die Inlandsflüge wird Gepäck und Passagier nur kurz geprüft, der Blick in die Augen des Fluggastes muss den Securities wohl viel sagen. Eine Abflugtafel sehen wir nicht, in Nepal wird gesprochen und zugehört. Per Bus geht es über das Rollfeld, immerhin wird die Bordkarte gecheckt – es ist wohl wirklich unser Flieger. Wir sitzen neben einer Sherpani, die unentwegt telefoniert.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-075816_7038.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-448" title="Pilot" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-075816_7038-thumbnail.jpg" alt="" width="146" height="220" /></a></p>
<p>Im Flieger verteilt die Stewardess Bonbons und Wattebäuschen für die Ohren. Die Motoren starten, es wird richtig laut, und die Sherpani hat nun die Gebetsmühle in der Hand. Om mani padme hum – es hat was beruhigendes in dieser Situation.</p>
<p>Wir können in das Cockpit der Maschine sehen. Das hat was, fliegen ist in dieser Maschine sichtbar Hand-, Fuß- und Kopfarbeit. Der Pilot fliegt über die Hügel des nepalesischen Mittellandes, eine idyllische Kulturlandschaft. Dem steilen Gelände wird mit Terassierung Ackerfläche abgetrotzt. Wenn wir über die Pässe fliegen, können wir Stupas und Gebetsfahnen erkennen. Die sind so nah, fast möchte man sie mit der Hand berühren … jedenfalls fliegt der Pilot sehr ökonomisch, gezielt wird auf die Passhöhe – naja, etwas darüber. Nach einer knappen Dreiviertelstunde grinst unser Guide Tek <q>we are now near Lukla</q>.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-080113_7041.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-450" title="Stewardess" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-080113_7041-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Eine letzte Passhöhe wird überflogen, danach geht es runter. Der Pilot steuert nach rechts, die Maschine steigt. Durch das Cockpit ist Gras zu erkennen – das wird aber diesmal eng! Im nächsten Moment sind Steine zu erkennen – oh, nicht gut! Auf einmal ist die Landebahn da. Die erscheint allerdings als eine Mauer, so steil steigt sie an. Die Maschine setzt auf, alle sind sichtbar erleichtert und applaudieren. Mit dem letzten Schwung rollt das Flugzeug nach rechts in eine der vier Parkboxen. Wir haben es hinter uns, die Piloten fliegen die Strecke als wäre es ein Shuttlebus. Wenn die anderthalb Dutzend Passagiere ausgestiegen sind, ist auch das Gepäck entladen. Es geht alles sehr rasch auf diesem Flugfeld. Länger als eine Viertelstunde muss kein Flieger warten, dann kann es wieder in die Luft gehen.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-090716_7054.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-452" title="Teepause" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-090716_7054-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>In Lukla lernen wir dann den ersten unserer Träger kennen, Jogi. In einer Lodge trinken wir Tee und warten auf den zweiten Träger. Immerhin sind wir schon auf 2.7oo Meter, wir sollen gar nicht schnell vorwärts, sondern uns langsam an die Höhe gewöhnen.</p>
<p>Nach einiger Zeit geht es dann los, wir verlassen Lukla. Wir sehen üppige Vegetation, einzeln und in kleinen Gruppen stehende Häuser. Leider beginnt es zu nieseln, es ist aber nicht kalt. Nach einiger Zeit pausieren wir in einer Lodge zum Lunch.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-112451_7058.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-454" title="Auf Tour" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-112451_7058-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-152108_7089.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-460" title="Viehtrek" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-152108_7089-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a> <a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-153312_7098.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-462" style="margin-left: 15px; margin-right: 0px;" title="20100919-153312_7098-thumbnail" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-153312_7098-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Auf der Trekkingroute geht es ständig rauf und runter. Das zwingt den frisch eingeflogenen Trekker zu Pausen, in denen Tek uns Nepal, Gott und die Welt erklärt. Wir treffen auf Viehtreiber, die mit ihren Zopkios Lasten transportieren. Tek bringt uns bei, Manisteine auf der richtigen Seite zu passieren – und die ist links. Am Nachmittag erreichen wir dann Phakding, unsere Lodge steht am Ortsausgang.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-130035_7063.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-456" title="20100919-130035_7063-thumbnail" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-130035_7063-thumbnail.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></p>
<p>Ein letztes Mal wird der Fluss auf einer Hängebrücke überquert. Die Hängebrücken bestehen inzwischen aus beruhigend rostfreiem Metall und werden auch von den Viehtreks benutzt. Die sind bestimmt viel schwerer als wir … Kein Grund sich wegen der Brücke Sorgen zu machen, an die Schwingungen kann man sich gewöhnen. Der Fluss heißt Dudh Koshi, was soviel wie Milchfluss bedeutet. So sieht der Fluss auch aus  kein Wunder. Das Wasser ist eben Schmelzwasser der riesigen Gletscher. Beeindruckend: Wasser, das von Achttausendern fließt, vom Mount Everest oder Cho Oyu.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-142641_7077.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-full wp-image-458" title="Träger und Manimauer" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100919-142641_7077-thumbnail.jpg" alt="" width="146" height="220" /></a></p>
<p>Am Abend lernen wir das Standardessen kennen –  Reis, Linsen und Gemüse: Dal Bhat. Dieser Abend wird wieder kurz, ich bin zum Umfallen müde. Ein Schönheitsschlaf wird mir gut tun.</p>
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		<title>Tag 1</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 00:44:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Mertens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anreise Freitag, 17.9.2010: Es geht los! Weil Nepal zum Großteil eine Fußgängerzone ist, mache ich mich zu Fuß auf den Weg – bis zum Bahnhof. Viel zu früh komme ich in Frankfurt am Flugplatz an, aber nach den Erfahrungen bei &#8230; <a href="http://www.thomas-mertens.name/2010/tag-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Anreise</h1>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100917-215321_6980.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-332" title="Abflug Frankfurt" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100917-215321_6980-150x150.jpg" alt="Abflug Frankfurt" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Freitag, 17.9.2010: Es geht los! Weil Nepal zum Großteil eine  Fußgängerzone ist, mache ich mich zu Fuß auf den Weg – bis zum Bahnhof. Viel zu früh komme ich in Frankfurt am Flugplatz an, aber nach den  Erfahrungen bei dem Flug zum Gardasee möchte ich auf Nummer sicher  gehen.<span id="more-377"></span> Bahnverspätungen hätten uns fast um den Flug nach Verona  gebracht. Irgendwann wird der Gepäckschalter geöffnet, bei der folgenden  Passkontrolle fällt mir der Unterschied zu meinen vorherigen Reisen in  Europa auf. Das Warten gibt Gelegenheit mich schon mal mit Jens und  Michael, meinen Mitreisenden, zu unterhalten. Im Etihad-Flieger werden  wir in den nächsten Stunden gut versorgt. Essen, trinken, Filme – was  will man mehr? Nach ein paar Stunden weiß ich es: Ein Nackenkissen! Im  Flieger sitze ich neben zwei Reisenden des gleichen Veranstalters, die  allerdings die Annapurna Runde gehen werden. Schade, ich hätte die  beiden gerne in den nächsten Wochen dabei gehabt.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100918-061054_6983.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-333" title="Abu Dhabi Airport" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100918-061054_6983-150x150.jpg" alt="Abu Dhabi Airport" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Bei der Zwischenlandung in Abu Dhabi fühlte ich mich zerschlagen,  Stunden später in Kathmandu nur noch fertig. Immerhin bekam ich noch  mit, wie der Pilot im Talkessel von Kathmandu geschickt um ein paar  beeindruckende Wolkentürme kurvte. Später Monsun, ganz deutlich. Nach  der Landung reihe ich ich mich in die kurze Schlange ein (Touristen ohne  Visum) und benötige etwas länger als die anderen Reisenden mit Visum für die Formalitäten. Beim nächsten Mal erledige ich den Papierkram von zu Hause.</p>
<p>Immerhin, am  Gepäckband treffe ich die anderen wieder. Das Wunder geschieht, mein  Trekkingsack kommt mir entgegen, alles ist gut.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100918-135420_6989.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-335" title="Schwere Wolken über Kathmandu" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100918-135420_6989-150x150.jpg" alt="Schwere Wolken über Kathmandu" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Vor dem Flughafen werden in Empfang genommen, per Taxi geht es ins  Hotel. Am Zimmerfenster werde ich von einer Taube begrüßt,am Himmel  hängen dicke Wolken.</p>
<p>Es folgt ein Briefing zum Trekking. Bei dieser Gelegenheit lernen wir Tek kennen, der unser Tourguide sein wird. Es scheint eine bitter ernste Sache zu werden, unser Guide und der Chef der Trekkingagentur sind sehr um unser gesundheitliches Wohl besorgt. Ich glaube ja, das ein Witz zur rechten Zeit mehr hilft als ein Versicherungsschein und frage <q>when will we get our oxygen?</q> Das war dann auch die erste Situation, wo unser Guide herzhaft lachte.</p>
<p>Danach gehen wir Essen. Durch  Kathmandus Touristenviertel schlendern wir bis zu Pilgrim&#8217;s Bookstore,  dort lässt sich gut essen. Jens Reiseführer macht sich allein für diesen  Tipp bezahlt. Michael macht die ersten Fotos, ich treibe hinterher.  Danach ist von Aufregung nichts mehr zu spüren, es bleibt nur ein  schneller Schlaf.</p>
<p class="Randspalte"><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100918-140849_6999.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-336" title="Verkehr in Kathmandu" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100918-140849_6999-150x150.jpg" alt="Verkehr in Kathmandu" width="150" height="150" /></a></p>
<p><a href="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100918-135122_6986.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-334" title="Kathmandu" src="http://www.thomas-mertens.name/wp/wp-content/uploads/20100918-135122_6986-150x150.jpg" alt="Taube am Hotelfenster" width="150" height="150" /></a></p>
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