Still-Leben Ruhrschnellweg

Juli 19, 2010 · Posted in Dialog Fotografie, Ruhrgebiet · Comment 

Just another blog about the event …
Eine Besonderheit hat der Beitrag, er ist von mir :-) .
An diesem Tag, dem 18.7.2010 war die A 40 – vormals B 1 – für den Autoverkehr gesperrt. Die Altvorderen kennen Sie noch unter dem Namen “Ruhrschnellweg”. Statt dessen war die Bahn frei für Radler, Skater und Fußgänger. Sie konnten die aus den Verkehrsnachrichten bekannten Örtlichkeiten begehen, sich selbst und die kreative Kleinkunst der Region und ihrer “Ruhris” erleben.

Ich selbst war mit Viglis Wanderbühne unterwegs und war für die Dokumentation zuständig. Da hat das fotografieren wieder einmal Spaß gemacht, dem Riesen-Event ein bekanntes menschliches Gesicht zu geben. Die Wanderbühne zeigte eine Performance inmitten eines Millionenpublikums, wann hat man das schon?

Zum Schluss bleibt den beteiligten aus der Organisation ein großes Dankeschön zu sagen. Hat ja alles wunderbar geklappt, toll wie dicht U-Bahn und Zug fahren können :-) . Staus auf Bahnsteigen habe zumindest ich nicht erlebt.

Alles gesperrt an der Ruhr

März 30, 2010 · Posted in Ruhrgebiet, Zweirad · Comment 

Die Tage werden länger und wärmer, die Sommerzeit lockt – Zeit, das Rad zu nutzen! Doch da tun sich in der Region östliches Ruhrgebiet neue, ungewohnte Schranken  auf. So stieß ich am Hengsteysee auf der Dortmunder Seite auf eine Sperre wegen drohender Felsstürze. Und in Witten ist gleich die ganze Landstraße an der Ruhr zwischen Witten-Mitte und Herbede gesperrt. Die Ursache: Ebenfalls drohende Felsstürze, zudem werden Bäume aus dem Hang entfernt. Das ganze wird auch noch einige Zeit so bleiben. Wer also an Ostern raus an die frische Luft will, muss sich also Gedanken machen ob seine Tour überhaupt machbar ist. Aber nicht nur hier: Am Kemnader Stausee ist die Fußgänger und Radfahrerbrücke am Stauwehr gesperrt, und ob die Ruhrtalbahn an Karfreitag die Saison eröffnen kann, ist fraglich. An der Burgruine Hardenstein ist eine Mauer eingestürzt, die WAZ berichtete. Alles ein bischen viel auf einmal ;-) .

Wegsperrung Hengsteyse

Straßensperrung bei Witten

Mensch und Natur

Juli 11, 2009 · Posted in Dialog Fotografie, Ruhrgebiet · Comment 

Bild der Performance Mensch und NaturFrüher begegneten sich im Eckturm der Hattinger Henrichshütte die Förderbänder, am 10.7. dagegen trafen Besucher der ehemaligen Hütte und Viglis Wanderbühne aufeinander.

Durch den Eckturm gelangten seinerzeit Erz, Koks und Kalk zum Hochofen. Heute kann man durch große Glasfenster einen Rundblick auf die Ruhrwiesen und Bochum-Stiepel genießen. Also ein passender Ort, die Begegnung Mensch und Natur in einem kurzen Schauspiel aufzuführen. In dem Stück mit Verena Liebers (VIGLi), Jürgen Seifert und Lutz Kunert begibt sich ein Mann auf die Suche nach Bodenschätzen. Während seiner Arbeit spricht die Natur plötzlich zu ihm und lädt ihn in eine Welt ein, die ihm bisher unbekannt war. Sein Leben nimmt eine unerwartete Wendung …

Eine schöner Anstoß, über den Umgang mit den natürlichen Ressourcen nachzudenken.

Den Schluss habe ich gesehen, aber der ist schöner anzusehen als zu lesen ;-)   – sehen Sie ihn sich doch am besten selber an! Auf der Website von Verena Liebers sehen SIe die nächsten Termine.

Die Bilder sehen Sie in der Galerie Mensch und Natur.

Ein verregneter Feiertag

Juni 11, 2009 · Posted in Dialog Fotografie, Ruhrgebiet · Comment 

Was tun am Feiertag, an Fronleichnam, wenn es regnet? Radfahren, einen Zoo besuchen? Oder lieber ein Museum besuchen? Moment, wir waren schon lange nicht mehr in Duisburg, das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt kennen wir noch gar nicht. Also auf und mit Zug und Straßenbahn auf zum Duisburger Hafengelände, wo das Museum in einem alten Jugendstil-Schwimmbad residiert.

Neben dem Rundgang durch 4000 Jahre Schifffahrt viel mir im Museum die Ausstellung „Ara Gülers Istanbul – Fotografien aus fünf Jahrzehnten“ auf.  Zu sehen waren Schwarzweißbilder aus dem Istanbul des letzten Jahrhunderts. Der Alltag in der Stadt, immer mit den Bewohnern der Metropole am Bosporus, steht im Mittelpunkt der Bilderschau. Das Leben der Hafenarbeiter, Fischer und  Kinder umgibt einen in der Galerie des Museums.

Bemerkenswert auch die Geschichte von Ara Güler:
Ohne  Ausbildung oder ein einschlägiges Studium wird der Wirtschaftswissenschaftler zum Fotografen, arbeitet für Magazine wie „Time Life“, „Paris Match“ und auch den „Stern“. Er wird Mitglied der Fotoagentur „Magnum“. In seiner Heimatstadt Istanbul wird der mit Preisen ausgezeichnte Ara Güler das Auge Istanbuls genannt.

Wikipedia über Ara Güler Eine Bildstrecke im Spiegel

Willkommen auf der Baustelle …

Juni 1, 2009 · Posted in Politik, Ruhrgebiet · 2 Comments 
Umwege in Witten

Baustelle am Wittener Hauptbahnhof

… geht es einem durch den Kopf, wenn man zur Zeit in Witten in Richtung Bahnhof unterwegs ist. Die Straßen aufgerissen, die Fußgängerwege gesperrt. Anlass ist der Bau einer zentralen Omnibusstation (ZOB) vor dem Bahnhof. Ja richtig gelesen. Denn: Einen ZOB gibt es in Witten nicht, der Knotenpunkt der Buslinien befindet sich am Rathaus – 10–15 Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt.

Wer also aus einem der Wittener Stadtteile per Bus  und Bahn unterwegs sein möchte, muss einen Spaziergang einlegen bevor die Fahrt mit der Eisenbahn fortgesetzt werden kann. Ich selber fand das schon vor 25 Jahren komisch, nun hat es auch die Lokalpolitik gemerkt und gehandelt. Denn so eine ZOB hat schließlich jeder Ort in der Nachbarschaft. Eine tolle Sache. Endlich! Ende gut, alles gut ist man versucht zu sagen, wäre da nicht …

Irritierend in dem Zusammenhang  sind Diskussionen um Führung und Taktung der Buslininen.

So möchte der ÖPNV-Träger Bogestra nicht alle Buslinien über den neuen ZOB führen – mit dem Argument der fehlenden Nachfrage. DIe Buslinien 378 und 379 sollen fahren wir gehabt. Dazu ist allerdings zu sagen, dass bislang Pendeln mit Bus und Bahn und Wohnen in dem Wittener Stadtteil Bommern nicht miteinander vereinbar war. Kein Wunder, das sich dort kaum Interessenten für eine Streckenführung zum Wittener Bahnhof finden – die wohnen woanders. Aber muss das so bleiben? Soll das auf ewig fixiert werden? Bahnpendler aus Bommern bleiben also auf das spärliche Angebot angewiesen, das die stündlich fahrenden Linen 591 und SB 38 bieten.

Und weiter: Die Taktung vieler Buslinien soll sich verschlechtern. Alle 30 statt alle 20 Minuten, nur einnal in der Stunde statt zweimal, Buslinien werden zusammengelegt. Auch die Anbindung Wittens an die Ruhr-Universität Bochum ist betroffen.

Ja, es ist Krisenzeit, die Kassen sind leer. Aeer gerade in Krisenzeiten sind mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Und überhaupt: Was für einen Sinn hat es, mit einem ZOB eine Grundlage für einen funktionierenden ÖPNV zu schaffen, diesen dann aber gleichzeitig einzuschränken?