Willkommen auf der Baustelle …

Umwege in Witten

… geht es einem durch den Kopf, wenn man zur Zeit in Witten in Richtung Bahnhof unterwegs ist. Die Straßen aufgerissen, die Fußgängerwege gesperrt. Anlass ist der Bau einer zentralen Omnibusstation (ZOB) vor dem Bahnhof. Ja richtig gelesen. Denn: Einen ZOB gibt es in Witten nicht, der Knotenpunkt der Buslinien befindet sich am Rathaus – 10–15 Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt.

Wer also aus einem der Wittener Stadtteile per Bus  und Bahn unterwegs sein möchte, muss einen Spaziergang einlegen bevor die Fahrt mit der Eisenbahn fortgesetzt werden kann. Ich selber fand das schon vor 25 Jahren komisch, nun hat es auch die Lokalpolitik gemerkt und gehandelt. Denn so eine ZOB hat schließlich jeder Ort in der Nachbarschaft. Eine tolle Sache. Endlich! Ende gut, alles gut ist man versucht zu sagen, wäre da nicht …

Irritierend in dem Zusammenhang  sind Diskussionen um Führung und Taktung der Buslininen.

So möchte der ÖPNV-Träger Bogestra nicht alle Buslinien über den neuen ZOB führen – mit dem Argument der fehlenden Nachfrage. DIe Buslinien 378 und 379 sollen fahren wir gehabt. Dazu ist allerdings zu sagen, dass bislang Pendeln mit Bus und Bahn und Wohnen in dem Wittener Stadtteil Bommern nicht miteinander vereinbar war. Kein Wunder, das sich dort kaum Interessenten für eine Streckenführung zum Wittener Bahnhof finden – die wohnen woanders. Aber muss das so bleiben? Soll das auf ewig fixiert werden? Bahnpendler aus Bommern bleiben also auf das spärliche Angebot angewiesen, das die stündlich fahrenden Linen 591 und SB 38 bieten.

Und weiter: Die Taktung vieler Buslinien soll sich verschlechtern. Alle 30 statt alle 20 Minuten, nur einnal in der Stunde statt zweimal, Buslinien werden zusammengelegt. Auch die Anbindung Wittens an die Ruhr-Universität Bochum ist betroffen.

Ja, es ist Krisenzeit, die Kassen sind leer. Aeer gerade in Krisenzeiten sind mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Und überhaupt: Was für einen Sinn hat es, mit einem ZOB eine Grundlage für einen funktionierenden ÖPNV zu schaffen, diesen dann aber gleichzeitig einzuschränken?

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2 Antworten auf Willkommen auf der Baustelle …

  1. Besucher sagt:

    Nicht wünschenswert!

  2. Uwe sagt:

    Ich fahre nun auch seit ein paar Jahren mit den ÖPNV und kann die Tumulte nur bestätigen.
    Eigentlich sollten die Linien durch schnellere taktung attraktiver werden. Einen Bus nur ein mal in der Stunde fahren zu lassen, ist schon fast wie gar kein Bus. Sehr flexibel ist das dann auch nicht, wenn man mit diesem Bus zum Bahnhof fahren will und dann auch noch einen Anschlusszug mit bekommen möchte. (Beispiel Bogestra mit der Linie 348 Gelsenkirchen – Wanne-Eickel)

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