Ein verregneter Feiertag
Was tun am Feiertag, an Fronleichnam, wenn es regnet? Radfahren, einen Zoo besuchen? Oder lieber ein Museum besuchen? Moment, wir waren schon lange nicht mehr in Duisburg, das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt kennen wir noch gar nicht. Also auf und mit Zug und Straßenbahn auf zum Duisburger Hafengelände, wo das Museum in einem alten Jugendstil-Schwimmbad residiert.
Neben dem Rundgang durch 4000 Jahre Schifffahrt viel mir im Museum die Ausstellung „Ara Gülers Istanbul – Fotografien aus fünf Jahrzehnten“ auf. Zu sehen waren Schwarzweißbilder aus dem Istanbul des letzten Jahrhunderts. Der Alltag in der Stadt, immer mit den Bewohnern der Metropole am Bosporus, steht im Mittelpunkt der Bilderschau. Das Leben der Hafenarbeiter, Fischer und Kinder umgibt einen in der Galerie des Museums.
Bemerkenswert auch die Geschichte von Ara Güler:
Ohne Ausbildung oder ein einschlägiges Studium wird der Wirtschaftswissenschaftler zum Fotografen, arbeitet für Magazine wie „Time Life“, „Paris Match“ und auch den „Stern“. Er wird Mitglied der Fotoagentur „Magnum“. In seiner Heimatstadt Istanbul wird der mit Preisen ausgezeichnte Ara Güler das Auge Istanbuls genannt.
Wikipedia über Ara Güler Eine Bildstrecke im Spiegel
Ein Service Paket
Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, die Gerüchteküche brodelt: Microsoft veröffentlicht das Service Pack 2 für sein Betriebssystem Vista. Early Birds können es bereits herunterladen, die Auslieferung per Windows-Update kommt ein paar Wochen später.
Das Internet ist auch schon voll von Katastrophen-Berichten: Der Virenscanner schlägt Alarm, die Installation wird abgebrochen, Hilfe mein PC startet nicht mehr. Nun ja – vielleicht hätte das sprichwörtliche ruhige Blut gut getan. Ein paar Wochen warten, bis die einschlägigen Probleme erkannt und gebannt sind. Und auch mal bei Microsoft nachsehen, ob da nicht vielleicht ein Programm absehbar Probleme macht. Denn das Service Pack 2 ist vor allem eine Sammlung aller Updates seit dem ersten Service Pack für Vista. Große Neuerungen wird es nicht geben, die bekannten Kritikpunkte – langsamer Start, langsames kopieren von Dateien – bleiben ebenfalls bestehen.
Wirklich ärgerlich ist die Tatsache, dass Vista Service Pack 1 die Installationsvoraussetzung ist. Echt übel, wer einen Rechner neu aufsetzen möchte und nur über eine der ersten Installations-CDs verfügt: Vista installieren, einige Updates ziehen, dann Service Pack 1 installieren, dann endlich Service Pack 2. Da hätte ich mir ein kumulutatives Service Pack 2 gewünscht, das wäre Service am Betriebssystem und am Anwender gewesen!
Willkommen auf der Baustelle …
… geht es einem durch den Kopf, wenn man zur Zeit in Witten in Richtung Bahnhof unterwegs ist. Die Straßen aufgerissen, die Fußgängerwege gesperrt. Anlass ist der Bau einer zentralen Omnibusstation (ZOB) vor dem Bahnhof. Ja richtig gelesen. Denn: Einen ZOB gibt es in Witten nicht, der Knotenpunkt der Buslinien befindet sich am Rathaus – 10–15 Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt.
Wer also aus einem der Wittener Stadtteile per Bus und Bahn unterwegs sein möchte, muss einen Spaziergang einlegen bevor die Fahrt mit der Eisenbahn fortgesetzt werden kann. Ich selber fand das schon vor 25 Jahren komisch, nun hat es auch die Lokalpolitik gemerkt und gehandelt. Denn so eine ZOB hat schließlich jeder Ort in der Nachbarschaft. Eine tolle Sache. Endlich! Ende gut, alles gut ist man versucht zu sagen, wäre da nicht …
Irritierend in dem Zusammenhang sind Diskussionen um Führung und Taktung der Buslininen.
So möchte der ÖPNV-Träger Bogestra nicht alle Buslinien über den neuen ZOB führen – mit dem Argument der fehlenden Nachfrage. DIe Buslinien 378 und 379 sollen fahren wir gehabt. Dazu ist allerdings zu sagen, dass bislang Pendeln mit Bus und Bahn und Wohnen in dem Wittener Stadtteil Bommern nicht miteinander vereinbar war. Kein Wunder, das sich dort kaum Interessenten für eine Streckenführung zum Wittener Bahnhof finden – die wohnen woanders. Aber muss das so bleiben? Soll das auf ewig fixiert werden? Bahnpendler aus Bommern bleiben also auf das spärliche Angebot angewiesen, das die stündlich fahrenden Linen 591 und SB 38 bieten.
Und weiter: Die Taktung vieler Buslinien soll sich verschlechtern. Alle 30 statt alle 20 Minuten, nur einnal in der Stunde statt zweimal, Buslinien werden zusammengelegt. Auch die Anbindung Wittens an die Ruhr-Universität Bochum ist betroffen.
Ja, es ist Krisenzeit, die Kassen sind leer. Aeer gerade in Krisenzeiten sind mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Und überhaupt: Was für einen Sinn hat es, mit einem ZOB eine Grundlage für einen funktionierenden ÖPNV zu schaffen, diesen dann aber gleichzeitig einzuschränken?






